Maya ist demnach keine Theorie, welche die Welt erklärt,
sondern eine einfache Feststellung der gegebenen Tatsachen, nämlich: die eigentliche Grundlage
unseres Daseins ist der Widerspruch. Wie und wo wir uns bewegen, haben wir mit diesem Widerspruch
zu tun. Wo Gutes ist, ist auch Schlechtes, und wo Schlechtes ist, muß auch Gutes sein; dem Leben folgt
der Tod als Schatten, und wer lächelt wird auch weinen müssen, und umgekehrt. Dies ist der
unabänderliche Lauf der Dinge. Wir mögen uns wirklich einbilden, es gebe einen Ort, wo kein Leid,
sondern nur Freude herrscht, wo wir nur lachen und nie weinen werden, aber die Natur der Dinge selbst läßt
dies nicht zu, denn die Bedingungen sind überall die gleichen. Wo immer wir die Macht antreffen,
die ein Lächeln hervorruft, dort lauert auch die Macht, die Tränen erzeugt, wo immer wir der Macht begegnen,
die Glück bringt, dort lauert auch die Macht, die es uns wieder nimmt.