Berliner Ausstellung entdeckt die Ursprünge des ältesten Schachclub Deutschlands ;
Das königliche Spiel als intellektuelles Schlachtfeld der geistigen Elite vor 1850
von Harald Fietz, November 2003
"...Das königliche Spiel hingegen galt als weitgehend unverdächtig, denn es stand einerseits im Ruf, gar militärisches Strategiedenken anzuregen, und andererseits zur schöpferischen Erbauung beizutragen - gleich ob ein rationaler Denker oder ein romantischer Draufgänger antrat.
Am 16. Oktober 1803 gründeten in der Taubenstraße - ein paar Querstraßen vom Brandenburger Tor entfernt - 34 Mitglieder, darunter der berühmte Bildhauer Johann Gottfried Schadow (1764-1850), der zwischen 1790 und 1793 die Quadriga schuf, den Berliner Schachclub, über den als ältesten deutschen Schachverein aber bislang nur spärliche Fakten bekannt waren. ..."
"...Wenn wir das Spiel lieben, sind wir sind gut beraten, uns diese kulturgeschichtlichen Wurzeln des deutschen Schachs bewusst zu machen. ..."